NACHGESPRÄCH: GESTEN DES AUFBEGEHRENS – TANZ ALS WIDERSTAND
Mit Dr. Elaheh Hatami, Dr. Gustavo Fijalkow, Elsa Artmann und Juliane Victor
Das Nachgespräch lädt ein, Tanz nicht nur als Kunstform, sondern auch als politisches Ausdrucksmittel zu sehen: der Körper zwischen Macht, Widerstand und Zusammenhalt in Zeiten erstarkender autoritärer Bewegungen.
Ausgehend von der choreografischen Arbeit sprechen die Beteiligten darüber, wie politische Erfahrungen im Körper sichtbar werden. Sie fragen, welche Rolle Tanz und Performance in Zeiten von Krisen und gesellschaftlichen Umbrüchen spielen können. Welche Möglichkeiten hat Kunst, auf diese Situationen zu reagieren? Und welche Verantwortung trägt sie heute? Tanz kann zeigen, wie Macht wirkt, wie verletzlich oder stark Körper sind und wie mit Brüchen und Schäden umgegangen wird.
Dabei geht es auch um die historische Tiefe dieser Brüche: Wie prägen vergangene Erfahrungen unsere Gegenwart und unsere gegenwärtige Körper? Sind gesellschaftliche Risse eine Ausnahme – oder gehören sie dauerhaft zu unserem Zusammenleben?
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Körperpolitik und Erinnerung, vor allem im Zusammenhang mit zeitgenössischem iranischem Tanz. Dr. Elaheh Hatami, Tanz- und Performancewissenschaftlerin, spricht über Tanzpraxis unter Bedingungen von Repression, Migration und politischer Kontrolle. Dr. Gustavo Fijalkow und Elsa Artmann ergänzen das Gespräch mit Perspektiven aus ihrer choreografischen Praxis.
Mit:
Dr. Elaheh Hatami, Tanz- und Performancewissenschaftlerin
Dr. Gustavo Fijalkow, Künstlerischer Projektleiter FORWARD DANCE COMPANY
Elsa Artmann, Choreograf*in FORWARD DANCE COMPANY
Juliane Victor, Moderation
Im Anschluss an die Vorstellung von ICH SUMME, UM DAS BERSTEN ZU ÜBERTÖNEN.