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HOCHSCHULAUSTAUSCH 2009

Junge Kunst- und Kulturschaffende treffen sich in Leipzig zum Hochschulaustausch und diskutieren mit Lehrenden, DramaturgInnen und KünstlerInnen über Wege und Ziele künstlerischer Hochschulausbildung. Im öffentlichen Programm zeigen wir Diplomarbeiten und Projekte von Studierenden der Hochschulen HMT Leipzig, Theaterakademie Hamburg, des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen und der Universität Leipzig.

Eingeladene Gäste:

CARL HEGEMANN HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND THEATER LEIPZIG
BARBARA BÜSCHER HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND THEATER LEIPZIG
PETRA STUBER HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND THEATER LEIPZIG
EVA-MARIA VOIGTLÄNDER THEATERAKADEMIE HAMBURG
NIKOLAUS MÜLLER-SCHÖLL RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM
GÜNTHER HEEG UNIVERSITÄT LEIPZIG
PATRICK PRIMAVESI UNIVERSITÄT LEIPZIG

FEATURE

THORSTEN BIHEGUE BERLIN
Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis, Universität Hildesheim


Workshopprogramm
Samstag + Sonntag, 24.+25. Januar
Workshop I
DIANA WESSER LEIPZIG
PERFORMING WITH BUILDINGS - INTERVENTIONEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM

Der öffentliche Raum gründet sich auf Konventionen, Regeln und Geschichten, die einen direkten Einfluss darauf haben, wie man sich wo verhalten sollte. Architektur markiert und begrenzt unterschiedliche Orte, die durch spezifische kulturelle und bauliche Codes bestimmte „Drehbücher“ hervorrufen, die sich im Verlauf der Zeit verändern. Das, was ein Gebäude repräsentiert, reproduzieren wir dadurch, wie wir mit ihm umgehen, bzw. mit ihm umgehen sollen. Gleichzeitig können wir durch unsere Anwesenheit den Raum aber auch verändern. Der Workshop, der den Einstieg in die Produktion eines inszenierten Stadtspaziergangs zur Relativität von Gut und Böse bildet, basiert auf einer Mischung aus Wahrnehmungsübungen, Bewegungsexperimenten und Improvisationen und wird zum Teil im Außenraum abgehalten. Als zu erforschender Ort soll uns dabei das historisch aufgeladene Gebäude des Bundesverwaltungsgerichts und seine unmittelbare Umgebung dienen. Die Teilnahme an der Umsetzung des Spaziergangs ist für die Workshopteilnehmer optional.
Siehe auch WERKSTATT im Januar.
www.dianawesser.de

Workshop II
ALEXANDER KERLIN + RASMUS NORDHOLT BOCHUM
DER CHOR IM ZEITGENÖSSISCHEN POLITISCHEN THEATER

Es gibt eine doppelte Verunsicherung darüber, welche Bedeutung der Chor für das zeitgenössische politische Theater spielen kann. Die erste betrifft seine Verortung zwischen Stilmittel und Figur. Als Stilmittel unter anderen taucht der Chor heute in vielen Variationen auf, zum Beispiel in Arbeiten von Andreas Kriegenburg, Roger Vontobel oder Frank Castorf. Den Chor von der Antike her als Figur zu verstehen, hat dagegen mit der radikalen Geste Einar Schleefs zu tun, dem Chor in der modernen Theaterarchitektur im wahrsten Sinne des Wortes wieder Platz zu machen und ihn als Protagonisten einzusetzen. Diese Geste ist bis auf wenige Ausnahmen für die Theaterpraxis folgenlos geblieben. Die zweite Verunsicherung betrifft die Fähigkeit des Chores, aktuelle gesellschaftliche Probleme auf der Bühne überhaupt noch sicht- und hörbar machen zu können. Inwiefern kann der Chor im Verhältnis zu den seriellen Phänomenen unserer Zeit, die die massenhaften Phänomene endgültig abgelöst zu haben scheinen (Gibt es nur noch „User“ vor ihren Apparaten und tatsächlich keine Demonstranten mehr auf den Straßen?) überhaupt noch adäquat erscheinen? Welche Rolle kann der Chor in einem politischen Theater der Zukunft spielen? Welche Formen sind möglich und sinnvoll? Und was geschieht dem Chor als Figur? In dem Workshop werden wir nach einer kurzen Einführung in das Thema eine Reihe von chorischen Beispielen aus aktuellen Theaterinszenierungen ansehen und diskutieren, ggf. entlang kurzer theoretischer Textpassagen. Der zweite Teil wird der gemeinsamen Erarbeitung einer chorischen Sequenz gewidmet sein, wobei wir uns insbesondere an der Frage des Sprechens und des Auftritts abarbeiten wollen.
www.aufeinerseite.net

Workshop III
EVA WALKER LEIPZIG
INSZENIERTE BILDER - BILDER INSZENIEREN

Den Begriff der Inszenierung verbindet man zunächst mit dem Theater. Doch auch in der Kunst gibt es verschiedenste Formen von Inszenierungen. Welche Künstler inszenieren ihre Bilder? In welchen Bilden finden sich offenkundige, in welchen finden sich versteckte Inszenierungen? Diese Fragen werden zu Beginn des Workshops an Beispielen beantwortet und diskutiert. In einem zweiten Teil inszenieren die Teilnehmer selbst Bilder, die fotographisch fest gehalten werden.



EINLADUNG ZUR TEILNAHME
Alle Studierende (angewandter) theaterwissenschaftlicher Studiengänge, PraktikerInnen und TheoretikerInnen sind herzlich zum Hochschulaustausch eingeladen. Wir bitten um eine kurze Rückmeldung. Bitte teilt uns in Eurem Schreiben mit, welchen Workshop ihr besuchen wollt. Aus allen BewerberInnen losen wir 40 TeilnehmerInnen aus.



TEILNAHMEGEBÜHR
25€ inkl. öffentliches Programm, Symposium und Workshops, Mittag- und Abendessen.


KONTAKT
LOFFT
Eva Böhmer
0341-355 955 13
boehmer@lofft.de


Eine Veranstaltung von LOFFT.Leipzig, Werkstattmacher e.V. und der Fachrichtung Dramaturgie der HMT Leipzig. Gefördert durch die Claussen-Simon-Stiftung, Theaterakademie Hamburg. Mit freundlicher Unterstützung der Pension Mendelssohn 7.