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TANZ
ZEITFISCHEN
ALMA TOASPERN + ELPIDA ORFANIDOU (LEIPZIG/ATHEN)

Ein fliegender Pfeil nimmt in jedem Moment seiner Flugbahn einen bestimmten, exakt umrissenen Ort ein. An jenem Ort befindet sich der Pfeil in Ruhe, denn an einem Ort kann er sich nicht bewegen. Da sich der Pfeil in jedem Moment also in Ruhe befindet, müsste er sich insgesamt in Ruhe befinden. Paradox!

Die Tänzerinnen Alma Toaspern und Elpida Orfanidou interessiert dieser exakt umrissene Ort. Sie geben ihm mit ihren Bewegungen eine ganz besondere Aufmerksamkeit und laden ihn mit der Energie der Erwartung auf. Immer wieder wandern sie mit uns an diesen Ort und immer wieder schaffen sie es mit dieser Energie ins Raum-Zeit-Kontinuum einzugreifen und den Pfeil von seiner eingeschlagenen Flugbahn abzubringen. So verschlingen sie uns in unzählige Narrationen und Ebenen, die jedoch alle der gleichen Logik, dem gleichen Reflex unterliegen: Mitten in einer gerichteten Bewegung abzubiegen, abrupt die Richtung und damit den Sinn zu ändern. Sie finden die Lücken im Gefüge, von denen aus wir den scheinbar vorgezeichneten Lauf der Dinge abwenden können.

Das ist mitunter mysteriös, absurd und oftmals sehr witzig, denn die Doppeldeutigkeit hat Prinzip und wird nicht aufgelöst. Elpida und Alma beginnen ein musikalisch inspiriertes Tanzgespräch und folgen dem großen Fisch in melodische Gewässer. Das Experiment spielt auf der Klaviatur unserer Erwartungshaltung genauso wie Elpida und Alma auf Piano und E-Gitarre. Aus Luc Ferraris opulenten Werken werden Momente der Dynamik abgeleitet, die in konkrete Bewegungen münden.

Die Leipzigerin Alma Toaspern tanzte bis 2012 am Leipziger Tanztheater und studierte Zeitgenössischen und Klassischen Tanz in Frankfurt/ Main. 2014 erhielt sie ihr Diplom des Research Cycles in P.A.R.T.S. unter der Leitung von Anne Teresa de Keersmaeker in Brüssel. Nun kehrt sie mit der Impulskoproduktion ZEITFISCHEN zum ersten Mal nach Leipzig zurück.

Elpida Orfanidou studierte Tanz parallel zu ihrem Klavier- und Pharmazieabschluss und schloss ein Choreographie- und Performancestudium in Arnheim, Montpellier und London an. In den letzten Jahren hat Elpida eine Reihe an Soloarbeiten entwickelt, sie arbeitet ebenso eng mit anderen Künstlern zusammen und zeigt ihre Stücke europaweit auf verschiedenen Bühnen.

Mentor Andros Zins-Browne ist Tänzer und Choreograf, der oft mit Strategien der Bildenden Kunst arbeitet. Nach seinem Abschluss in Art Semiotics an der Brown University (USA), wo er von 1998 bis 2002 studierte, ging Zins-Browne nach Brüssel, um sein Studium an den Performing Arts Research and Training Studios – P.A.R.T.S. (BE, 2002–2006) fortzusetzen. Es folgte ein Aufbaustudium der Bildenden Kunst an der Jan van Eyck Academie, Maastricht. Als Tänzer hat er an Inszenierungen und Performances von Jonathan Burrows, Mette Ingvartsen, Tino Sehgal und Maria Hassabi mitgewirkt. Seine eigenen Arbeiten werden in ganz Europa gezeigt, so im Stedelijk Museum in Amsterdam, im Centre Pompidou in Paris, im Kaaitheater in Brüssel sowie auf den Festivals Dance Umbrella in London und dem Theater-Festival Impulse in Düsseldorf, wo Zins-Browne für “The Host” mit dem Preis des Goethe-Instituts ausgezeichnet wurde. Seit 2007 arbeitet er mit dem Kunstzentrum wpZimmer in Antwerpen zusammen. 2013 gründete er in Belgien seine eigene Kompanie “The Great Indoors vzw”.

VON UND MIT Elpida Orfanidou und Alma Toaspern OUTSIDE EYE+MENTORING Andros Zins-Brown

Eine Produktion von Alma Toaspern in Koproduktion mit LOFFT – DAS THEATER. Gefördert durch Stadt Leipzig – Kulturamt, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

LOFFT, Saal - 18.06.2015 , 20:00 Uhr - PREISKATEGORIE G LOFFT, Saal - 20.06.2015 , 20:00 Uhr - PREISKATEGORIE A LOFFT, Saal - 21.06.2015 , 18:00 Uhr - PREISKATEGORIE A