Rückblick

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Performance
DAS GEHEUL / HOWL von Allen Ginsberg und vertonte Gedichte von Gregory Corso
Felix C. Voigt & Manfred Peter

"I saw the best minds of my generation destroyed by madness..." Eine Textperformance für einen trommelnden Schauspieler und einen Kontrabass spielenden Gitarristen.

Allen Ginsberg, der wohl einflußreichste Dichter der Beatnik-Generation, ist nicht leicht zu fassen: Weltreisender, spiritueller Sucher, Kämpfer für die Menschenrechte, politischer Unruhestifter, Fotograf, Songwriter. An diesem Abend trifft sein wohl bekanntestes Werk, das epische Gedicht HOWL auf Texte von Gregory Corso. Ginsberg hatte HOWL einem durch Drogen und Alkohol psychisch erkrankten Freund gewidmet. Wegen seiner dem bürgerlichen Kulturbetrieb zu obszön erscheinenden Sprache löste die Veröffentlichung einen Skandal aus: der Text wurde kurzzeitig verboten und sein Verleger verhaftet. Anders als erhofft begann mit dem Verbot aber eine lebhafte Auseinandersetzung um die Freiheit des künstlerischen Wortes. HOWL wurde zum Synonym für das Lebensgefühl jener rebellischen Jugend der 50iger und frühen 60iger Jahre, die heute Beat-Generation genannt wird.

In den letzten Jahrzehnten etwas in den Hintergrund gedrängt, war Corso wie Ginsberg einer der führenden Köpfe der Beat-Literatur. Geboren 1930 im Greenwich Village, traf er Ginsberg mit 20 Jahren und wurde von ihm in die Literaturszene eingeführt. In Jack Kerouacs Roman "The Subterraneans" erscheint Corso als "Yuri Gregorovic". Corso veröffentliche zahlreiche Gedichtbände in den USA, wurde aber nur wenig auf Deutsch übersetzt: Ein Mann, dessen Werk sich zu entdecken lohnt. Bei den Texten der Lieder handelt es sich um Gedichte von Gregory Corso aus den Gedichtsammlungen "GASOLINE" und "THE VESTAL LADY ON BRATTLE".

Felix C. Voigt und Manfred Peter arbeiten musikalisch und schauspielerisch mit diesen Texten, inspiriert vom Sound der Zeit, aber ohne nostalgische Verklärung. Ein Abend mit voller Kraft und voller Gefühl.

Pressestimmen:

Rebellische Lyrik, zart vertont

(...) Wie in ein anderes Lebensgefühl katapultiert, erschaffen die beiden mit Musik und starken Worten eine Atmosphäre, die nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der Veränderung in allen Lebensbereichen birgt. Schlagzeuger Voigt trommelt sich sprechend in einen rauschähnlichen Zustand. Eine gelungene Darbietung, die zwar eine gewisse Kenntnis der Autoren voraussetzt, doch allein der gefühlte Aufruhr in der Luft birgt einen unwiderstehlichen Reiz.(...)
SZ vom 09.11.2009

In Vollkontakt zum Sternendynamo

(...)Den Schauspieler gibt Felix C. Voigt. Manfred Peter ist Musiker und Komponist. Beide bilden die Howl-Band, die gemeinsam die von Joan Aliaga und Peter selbst vertonten, sauber arrangierten Gedichte von Gregory Nunzio Corso, einem ebenso hartgebeateten Freund Ginsbergs, darbietet: (...) Am nachhaltigsten gerät der dritte Textabschnitt als ein feiner Stakkatoritt durch alles, was heilig scheint. Höhepunkt bleibt der Auftritt im Gesangsduett.(...)
DNN vom 09.11.2009

 

SPIEL/SCHLAGZEUG/STIMME Felix C. Voigt
GITARRE/KONTRABASS/STIMME
Manfred Peter
ÜBERSETZUNG "DAS GEHEUL" Carl Weissner
KOMPOSITION DER LIEDER Joan Aliaga (†) & Manfred Peter

Fotos: Max Messer

LOFFT, Saal - 09.04.2010 , 20:00 Uhr - PREISKATEGORIE A
LOFFT, Saal - 10.04.2010 , 20:00 Uhr - PREISKATEGORIE A
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