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Theater
IN DER STRAFKOLONIE NACH KAFKA + HEINER MÜLLER: DER AUFTRAG. ERINNERUNG AN EINE REVOLUTION
nach Heiner Müller

 

„Um die Augen beginnt es. Von hier aus verbreitet es sich. Ein Anblick, der einen verführen könnte, sich mit unter die Egge zu legen.“ Franz Kafka

IN DER STRAFKOLONIE NACH FRANZ KAFKA

Cecilie Ullerup-Schmidt (Gießen)

In einem leeren Raum von leuchtenden Wänden umgeben, quert ein maschinenhafter Frauenkörper durch die Zeit, den Blick in die Zukunft gerichtet streicht an ihr die Vergangenheit vorüber. Hypothetische Strafen werden verhängt.

In der Strafkolonie (1914) von Franz Kafka beschreibt ein Rechtssystem in einer Strafkolonie, die einen überdimensionierten Paragraphen als Handlanger hat. Die zentrale Frage von der Einheit von Schrift und Tod wurde von Heiner Müller verdichtet. Die eigentümliche Maschine ist ein humaner Service zwischen elektrischem Stuhl und Wellness Treat. Der unbekannte Verurteilte, der jeder ist, wird an der Schwelle zwischen Strafe und Erleichterung mit der Sprache umgebracht. Dem Publikum wird das Gebot, das es übertreten hat, auf den Leib geschrieben.

„Der Kern des Problems ist, dass man Töten denken kann. Wenn man es für notwendig hält, hat man nicht das Recht, es selbst nicht zu tun: es nur zu delegieren, wäre unmoralisch.“ Heiner Müller

 

Im Anschluss

HEINER MÜLLER: DER AUFTRAG. ERINNERUNG AN EINE REVOLUTION

EINE TEXT-KLANG-RAUM-RECHERCHE

Sophie Witt, Günther Heeg, Michael Lohmann (Leipzig)

An Heiner Müller erinnern heißt fragen, was bleibt.
Müllers Texte wollen das Theater unmöglich machen. In der Begegnung mit dem Text soll versucht werden, die verschiedenen, auch widersprüchlichen Bewegungslinien bestehenzulassen und die Widerständigkeit des Textes produktiv erfahrbar zu machen. Ausgangspunkt ist dabei ein Konzept des Text/Körpers, das es ermöglicht, sprechend der Spur des Körpers im Text nachzugehen und die Bewegung der Auseinandersetzung zwischen symbolischer Ordnung und singulärer Beweglichkeit und Artikulation im Raum wiederzuholen. Von dieser Herausforderung geht die Recherche der Studierenden aus. Zu sehen, zu hören, zu ergehen ist eine multiperspektivisch-bewegte Performance in den Räumen des LOFFT, die die Bewegungen von Müllers Text nachzeichnet.

 

 

IN DER STRAFKOLONIE NACH KAFKA

MIT Ana Franziska Berkenhoff REGIE Cecilie Ullerup Schmidt

Eine Produktion des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen.

 

HEINER MÜLLER: DER AUFTRAG. ERINNERUNG AN EINE REVOLUTION

MIT Finja Böhack, Andrea Hensel, Kerstin Peupelmann, Caren Schaffer, Max Grafe, Max Holtz, Paul Lück, Clemens Müller, Mathias Schwarz Leitung Sophie Witt, Günther Heeg, Michael Lohmann

Ein Projekt von Studierenden der Theater- und Musikwissenschaft der Universität Leipzig.

 

 

 

LOFFT, Saal - 24.01.2009 , 20:00 Uhr - PREISKATEGORIE A